Nephrologisches Zentrum Moers

Gemeinschaftspraxis für Nieren- und Hochdruckkrankheiten

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Peritonealdialyse

Die Peritonealdialyse (PD) hat - als gleichwertige Therapieoption des chronischen Nierenversagens - im Verlaufe der letzten 25 Jahre eine zunehmende Verbreitung erfahren. Sie nutzt das gut durchblutete Bauchfell (Peritoneum) des Patienten als natürliche, körpereigene Dialysemembran. Mit Hilfe verschiedener physikalischer Prozesse werden harnpflichtige Substanzen und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut entfernt.

Nach Implantation des Bauchfelldialysekatheters und nachfolgender Trainingsphase wird die Peritonealdialyse vom Patienten als Heimdialyse selbständig durchgeführt.

Die PD kann in Form der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) etabliert werden. Hierbei führt der Patient zumeist viermal am Tag einen manuellen Wechsel der Dialyselösung durch. Das intraperitoneale Dialysatvolumen beträgt zwischen 1,5 bis 2,5 Liter. Die Verweilzeit des Dialysates in der Bauchhöhle bewegt sich am Tage zwischen vier und sechs Stunden, in der Nacht zwischen acht und neun Stunden.

Alternativ kann die Heimdialyse auch als automatisierte Peritonealdialyse (APD) erfolgen. In diesem Fall wird die Dialyse ganz überwiegend während der Nachtstunden mit Hilfe eines automatisch arbeitenden Dialysatwechselgerätes (Cycler) durchgeführt. Der mögliche Nachteil einer kürzeren Behandlungszeit wird durch einen häufigeren Austausch der Dialyselösung im Bauchraum unter Verwendung eines größeren Dialysatvolumens ausgeglichen.

CAPD und APD können vom Patienten kombiniert oder auch wechselweise durchgeführt werden.