Nephrologisches Zentrum Moers

Gemeinschaftspraxis für Nieren- und Hochdruckkrankheiten

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Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür  Annastr. 30

| neue Zweigpraxis eröffnet

Ab sofort Durchführung von Dialysetherapien und Behandlung von Patienten mit Nierenerkrankungen auch in unserer neu eröffneten, hochmodernen Zweigpraxis am St. Josef Krankenhaus Moers.

| offene Stellen

Wir befinden uns in steter Weiterentwicklung und suchen immer wieder neues und motiviertes Personal: im Bereich der Pflege (Dialyse: Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w), medizinische Fachangestellte (m/w)), in der Praxis (medizinische Fachangestellte (m/w) und Ausbildung zur Med. Fachangestellten (m/w) für jedes Ausbildungsjahr), aber auch als ärztlichen Weiterbildungsassistenten (m/w) im Schwerpunkt Innere Medizin und Nephrologie.

| erfolgreiche erneute Zertifizierung

Zum dritten Mal in Folge wurde das Nephrologische Zentrum Moers im September 2015 nach QEP (Qualität und Entwicklung in Praxen ®) zertifiziert.

| neue Homepage

Das Nephrologische Zentrum Moers hat am 29.07.2017 die Homepage aktualisiert.

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Diabetes mellitus

Diabetes mellitus Typ 1

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist charakterisiert durch einen absoluten Insulin-Mangel und wird deshalb auch Insulin-abhängiger Diabetes genannt. Die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind zum einen durch immunologische, zum anderen durch sog. "idiopathische" Prozesse zerstört.

Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass ein Typ-1-Diabetes unabdingbar mit Insulin behandelt werden muß. Das Auftreten der Erkrankung ist entgegen früherer Meinungen altersunabhängig, tritt aber zahlenmäßig häufiger in jungen Jahren auf. Eine Diagnosesicherung ist manchmal schwierig, sollte aber zur Abgrenzung des häufiger vorkommenden Typ-2-Diabetes angestrebt werden.

Diabetes mellitus Typ 2

Der Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste Zuckererkrankung, an der in Deutschland ungefähr 5 Mio. Einwohner erkrankt sind. Die meisten Erkrankten spritzen kein Insulin.

Die Zuckerkrankheit ist eine chronische Erkrankung und macht sich durch erhöhte Blutzuckerwerte nach dem Essen bemerkbar. Normalerweise liegt der Blutzucker zwei Stunden nach dem Essen nicht über 140 mg/dl. Ohne Behandlung kann ein Diabetiker seinen Blutzucker nicht in diesen normalen Bereich regulieren.

Steigt der Blutzucker über 180 mg/dl, kommt es in aller Regel zu einer Ausscheidung von Zucker mit dem Urin.

Hohe Blutzuckerwerte werden oft von den Betroffenen über lange Zeit nicht bemerkt und werden häufig rein zufällig festgestellt. Je länger der Blutzucker erhöht ist, desto eher kann es zu Folgeschäden an Nieren, Augen und Nerven kommen. Diese lassen sich durch eine gute Blutzuckereinstellung oft vermeiden.

Aus diesem Grund soll ein Diabetiker gut geschult sein, denn die Behandlung übernimmt er schließlich selbst.

über 80 Jahre Insulintherapie

In einem Selbstversuch spritzten sich Frederick Banting (1891-1941) und der junge Student Charles Best  zwischen Weihnachten und Neujahr 1921/22  einen selbsthergestellten "Insulincocktail" aus Rinderbauchspeicheldrüsen. Über 75 Experimente führten die beiden Forscher seit dem 16.Mai 1921 mit Versuchshunden durch. Ende Juli des selben Jahres spritzen sie zum ersten Mal dieses Extrakt einem diabetischen Hund in die Vene, und .... der Blutzucker des Tieres sinkt.

Majorie, die weltberühmt gewordene Versuchshündin, lebt mit dem Insulinextrakt noch über 70 Tage. Das macht den beiden Forschern Mut und Hoffnung. Sie geben ihre Entdeckung offiziell am 14. November 1921 bei einem Treffen des "University of Toronto Phsiological Journal Club" bekannt.

Toronto. Leonhard Thompson heißt ein 13-jähriger Junge, der seit gut zwei Jahren an Diabetes leidet. Er ist der erste Patient des späteren Nobelpreisträgers Banting, der mit Insulin behandelt wird. Mit der damals hundertprozentzigen Todesprognose springt er dem Tod  buchstäblich von der Schippe. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wird die Heimatbehandlung ohne Insulin fortgeführt. Vier Monate später wird der Junge wieder ins Krankenhaus gebracht mit einem enormen Gewichtsverlust und einer Ketoazidose. Bereits zwei Wochen später ist der Blutzucker normalisiert. Nach sechsmonatigem Krankenhausaufenthalt wird Leonhard diesmal mit Insulin nach Hause entlassen.

Seit dieser Zeit führte Leonhard wieder ein relativ normales Leben mit Schulbesuchen und gelegentlichem Baseballspiel. Trotz aller Bemühungen verstirbt Mr. Thompson nach 14 Jahren Insulintherapie im Alter von 27 Jahren im Krankenhaus in Toronto.

Insulin erobert die Welt

"Connaught Antitoxin Laboratories" heißt das zur Universität Toronto gehörende Labor, das - im ersten Weltkrieg errichtet - jetzt seine Kapazitäten in den Dienst der Insulinproduktion stellt. Doch das Potential reicht nicht aus. So erhält das damals noch unbekannte kleine Unternehmen "Eli Lilly & Company" Ende Mai 1922 eine Lizenz zur Insulinfabrikation. Im September 1922 werden bereits 2500 Einheiten pro Woche hergestellt. 1923 nimmt die Firma Hoechst Frankfurt die Produktion des Insulin auf und versorgt den Kontinent.

Fast ein Märchen

Elizabeth Hughes ist elf Jahre alt, als sie 1918 an Diabetes erkrankt. Nach drei Jahren Krankheitsdauer ist das Mädchen nur noch ein Strich in der Landschaft: sie wiegt 21 kg. Nachdem die Mutter mehrere Bettelbriefe an Dr. Banting geschrieben hat, nimmt der Elizabeth schließlich auf. Er untersucht sie am 16. August 1922 und beginnt sofort mit der Insulintherapie. Am 30. November 1922 wird das Kind aus dem Krankenhaus entlassen und lebt mit zwei Insulininjektionen täglich. Was dann kommt, hört sich fast wie ein Märchen an. Elizabeth heiratet und bekommt drei Kinder. Keines hat Diabetes. Sie stirbt im gesegneten Alter von 73 Jahren an Herzversagen.

Weitere Informationen:

Patienteninformationen Diabetes
Fachinformationen Diabetes

Deutsches Diabetes Zentrum (DDZ)

Gesundheitsrecht

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Insulinresisitenz
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"von Diabetikern für Diabetiker"
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